Die gewählte palästinensische Regierung hat die Arabische Liga und die Organisation für Islamische Zusammenarbeit OIC aufgefordert, die Obdachlosigkeit der in Naqab im Westen der 1948 besetzten Gebiete lebenden Palästinenser zu verhindern. Die Arabische Liga und die OIC, die sich seit einigen Jahrzehnten gegenüber den expansionistischen Plänen Israels in Schweigen gehüllt hätten, sollten unverzüglich auf die Vertreibung der Palästinenser aus der Naqab-Wüste reagieren, hieß es in der Erklärung der Regierung von Ismail Hanija. Diese Regierung gebe bekannt, dass das Prawer-Projekt gesetzwidrig ist, denn ein usurpatorisches Besatzerregime habe es angefertigt, das keinerlei Legitimität besitze. Man sollte also dagegen Widerstand leisten und die Ausführung des Projektes verhindern. Dieses Projekt zeige, dass Israel nach der Okkupation Palästinas 1948 auf keinen Fall seinen Expansionismus vergessen habe, heißt es weiter in der Erklärung von Hanija. Die Knesset sei seit einiger Zeit mit der Prüfung des Konzeptes des Prawer-Gesetzes beschäftigt. Diesem Konzept zufolge werde das israelische Regime berechtigt sein, einen großen Teil der Gebiete in der Naqab-Wüste zu besetzen, 40.000 Palästinenser zu vertreiben und 40 Dörfer zu zerstören.
16 Juli 2013 - 19:30
News ID: 441540
Die gewählte palästinensische Regierung hat die Arabische Liga und die Organisation für Islamische Zusammenarbeit OIC aufgefordert, die Obdachlosigkeit der in Naqab im Westen der 1948 besetzten Gebiete lebenden Palästinenser zu verhindern.